Ganz schön aufgeregt verlasse ich den Sprachkurs etwas zeitiger als sonst, um zur ersten Vorlesungsstunde diesmal auch wirklich pünktlich UND im richtigen Kurs zu sein. Ich verlasse also das Sprachkursgebäude, begebe mich eine Straße weiter zu meiner Fakultät, teile mir den Aufzug (Hallo?! Dritter Stock!!!) und betrete den Kursraum. Ich stelle fest, dass meine Aufzugsmitfahrgelegenheit den gleichen Kurs belegt. Ich frage sie kurzerhand, ob sie englisch spricht und mir eventuell helfen könnte, da ich vermutlich ziemlich wenig verstehen werde. Zum Glück spricht sie es ein bisschen. Der Kurs eigentlich was mit Wissensmanagement entpuppt sich im Lauf der nächsten 90 Minuten als BPR- und Relaunch-Projekt unter Berücksichtigung von vier verschiedenen Wissensmanagement-Ansätzen mit Gruppenarbeit. Ich habe wieder Glück, das Bisschen „Englisch“ erweist sich als ziemlich viel und ziemlich gut. Ich habe noch mehr Glück und werde bei der Auslosung in die gleiche Gruppe wie meine Gesprächspartnerin gelost, zudem die Gruppe mit dem simpelsten Wissensmanagementansatz. Wenn’s läuft, dann läuft’s… :-)
Am Ende der Stunde brummt mir der Kopf von dem vielen schnellen italienischen Worten, die auf mich einprasseln und der Synchronübersetzung, aber richtig gut drauf.
Im nächsten Kurs treffe ich meine Zimmergenossin wieder, diesmal klappt es. Wir landen rechtzeitig im richtigen Raum und bei der richtigen Vorlesung. Und wünschen uns insgeheim, wir hätten es nicht geschafft. Der Vorlesungsstil ist sehr antiquiert, es werden Folien auf dem Overhead-Projektor gezeigt, die englische Aussprache der Dozentin ist gewöhnungsbedürftig. Caroline Reiber meets the english language.
Um Punkt 13:30 Uhr stürmen wir aus dem Vorlesungssaal und gehen nicht über Los sondern direkt in die Mensa. Für heute „haben wir fertig“. Wir verbringen den Rest des Tages irgendwie im Internet und treffen uns abends beim „Caffe’ delle Lingue“ noch mit einer Freundin aus dem Sprachkurs.
Beim „Caffe’ delle Lingue“ präsentieren die verschiedenen Nationalitäten ihr Heimatland und man bekommt die Gelegenheit Land, Leute und die Sprache besser kennenzulernen. Die Bulgaren sprechen fließend deutsch und erobern unsere Herzen mit ihrer Präsentation im Sturm. Der über-über-übernächste Urlaub geht sicher dorthin oder zumindest der danach…
Der Australier und der Italiener mit den Wurzeln aus Sri Lanka verblüffen uns ebenfalls mit umfangreichen deutschen Sprachkenntnissen und interessanten Fotos aus der jeweiligen Heimat.
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| A Night at the Fiorentina |
Da Dienstag ist machen wir uns bald auf zu einer nahegelegenen Bar, um dort mit einem Getränk in der Hand noch ein bisschen Zeit draußen zu verbringen. Die Closing-Party unserer ersten Erasmus-Party-Location lassen meine Mitbewohnerin und ich schließlich sausen…


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